Warum der Herbst die bessere Jahreszeit ist

Die Sonne scheint, alle Menschen sind auf der Strasse. Selbst im Schatten ist es noch sehr warm und ohne Shorts und kurzem Top traut man sich gar nicht mehr aus dem Haus. Vor dem Schwimmbad ist eine lange Schlange und in der Eisdiele meine Lieblingssorte ausverkauft. Dann wird es diesmal wohl Vanille.

Ich möchte ja nicht sagen, dass ich den Sommer nicht mag, aber vielleicht mag ich den Sommer einfach nicht. Ich ziehe den Frühling, Herbst und sogar Winter der heißesten aller heißen Zeiten vor und habe dafür auch meine Gründe. Am 23. September war Herbstanfang und ich höre schon jetzt das Jammern über die grauen Tage, dabei hat der Herbst doch wesentlich schönere Seiten.

„Kommst du heute mit raus?“ Wenn es schön warm ist und alle vor der Tür sind, dann MUSS man doch das schöne Wetter nutzen? Oder? Man muss doch wenigstens ein oder zwei Stunden am Tag draussen verbringen, mit seinen Freunden oder der Familie. Oder? Man wird förmlich gezwungen von dem vielen Kindergeschrei aus dem Schwimmbad, das man auch noch drei Straßen weiter hört und den Menschen im Park, die einfach auf einer Decke sitzen und sich sonnen. Ich vermisse die Zeit in der ich zuhause sitzen konnte, an meinem Schreibtisch, im Bett und nicht andauernd aufgefordert wurde, das Haus zu verlassen. Wenn man dann nein sagt, hat man auch noch ein schlechtes Gewissen und kann die Zeit zuhause auch nicht richtig genießen. Im Herbst hingegen fragt niemand, wenn man mal daheim bleibt, ob am Schreibtisch oder im Bett, im Herbst ist das völlig in Ordnung.

Ich bin im Sommer unproduktiv und unkreativ. Nicht umsonst machen immer mehr Blogger Sommerpausen, in denen ihre Seite für einige Wochen still steht. Mein Kopf möchte bei den heissen Temperaturen einfach nicht denken und ihn dazu zu zwingen und zu versuchen mir die Kreativität aus den Fingern zu saugen, ist auch keine Option. Wenn es Mitte-September, Anfang-Oktober, wieder abkühlt, dann kommen die Ideen und die Motivation von alleine und man muss sich gar nicht gross bemühen den Kopf in die Gänge zu bekommen.

Shorts und Top oder Tees sind nicht die Art an KLeidng die ich gerne trage. Mein SOmmerlicher Kleiderschrank besteht aus drei kurzen Hosen, die ich gerne trage und einem oder zwei Lieblingsoberteilen. Tag für Tage öffne ich die Türen meines Schrankes, luke hinein, warte einige Sekunden auf ein Wunder, eine Wandlung oder eine neue Erfindung an Klamotten die langsam in meinen Schrank schwebt, und greife dann doch zu einem dieser Lieblingsshirts. Dazu kommt eventuell noch ein KLeidchen oder der ein oder andere Rock, was aber beides äusserst unpraktisch in der Schule zu tragen ist und deshalb gar nicht zur Wahl steht. Man hat nicht viele Optionen Kleidung zu kombinieren, da es darum geht, so wenig Stoff wie möglich am Körper zu tragen um so wenig wie möglich zu schwitzen. In der kühleren Jahreszeit kann man lange, unterschiedliche, bunte Hosen mit Blusen, Pullis oder Longsleeves tragen, endlich mal wieder vernünftige Schuhe anziehen und nicht nur mit Flipflops durch die gegend laufen. Dazu kommen kuschelige Mäntel und Jacken, ein Traum. Man kann kombinieren, layern und sich einfach kreativ austoben.

Bis auf Früchte mit Joghurt und Granola als Mittagessen, eine kalte Gurkensuppe (die ihr übrigens nie probieren sollte, weil sie genauso schmeckt, wie sie sich anhört) oder Salat, hat man nicht weitere Möglichkeiten, sich selbst zu bekochen. Schwerere Mahlzeiten kann man sofort von der Liste streichen und auch Gerichte, die war sind, sind im Sommer eher ungenießbar. Man sitzt draussen in der Sonne, hat ein tolles Mahl vor sich stehen und bekommt dennoch keinen Bissen runter, weil man einfach keinen Appetit oder Hunger hat. Schrecklich, wenn man gerne isst. Wenn ich jetzt an einen tollen Auflauf mit viel überbackenem Käse, an Pasta mit einer dicken Sauce oder eine schöne Kürbiscremesuppe denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Wenn man dann doch mal das Haus verlässt, weil einem zuhause die Decke auf den Kopf fällt und die Lieblingsserie drei mal durchgeguckt ist, dann ist es draussen herrlich. Es riecht nach frischer Herbstluft, die Blätter sind bunt und man hört schon das rascheln und knacksen, wenn man auf sie tritt. Vielleicht kitzelt eine einzelner Sonnenstrahl die Nase, ohne zu schwitzen. Was schöneres gibt’s doch einfach nicht, als den Herbst.

Kommentare

  1. Danke!! Herbst ist einfach Gilmore Girls,heiße Schokolade und kuschelige Decken. Herbst ist mit Rock und Stiefeln in der (angenehmen!) Sonne über den Markt schlendern. Auf jeden Fall ist es die schönste Jahreszeit und das hast du schön beschrieben.
    xx anna

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