7.12.2015 – der Anfang aller Anfänge

Heute ist ein besonderer Tag für mich. Am 7.12.2015 habe ich meinen ersten Blog ins Leben gerufen. Vor vier Jahren habe ich angefangen regelmäßig zu Schreiben und anschließend die Texte im Internet zu Veröffentlichen.

Vor vier Jahren war ich gerade einmal süße zwölf Jahre alt. Wenn ich zurück denke, dann habe ich schon eine Menge Überzeugungskraft gebraucht, um meine Eltern überreden zu können, mir den Blog zu erlauben. Im Nachhinein hätte ich es total verstanden, wenn sie gesagt hätten, dass es totaler Unfug ist, ich meine ich war zwölf. In diesem Alter hat man noch die größten Hirngespinnste die es überhaupt gibt und die Idee hätte auch sehr nach hinten los gehen können. Ehrlich gesagt, wenn mich heute ein Mädchen meines damaligen Alters gefragt hätte, ob sie sich einen Blog einrichten darf, würde ich mit großer Wahrscheinlichkeit nein sagen. Aber zu meinem Glück, ist dieser Fall nicht eingetreten.

Angefangen hat alles mit Büchern. Ich habe sie zunächst gelesen und darauf die Rezension geschrieben, mit einer kurzen Inhaltsangabe, meiner Meinung und einem Fazit mit dazugehöriger Sternen-Vergabe. In dieser Zeit habe ich in einer Woche bestimmt zwei bis vier Bücher gelesen, so dass es nicht unnormal war, am Ende des Monats drei bis fünf Rezensionen veröffentlicht zu haben. Außerdem habe ich meinen Lesemonat geschildert, indem über jedes gelesene Buch einige Wörter standen und eine Leseempfehlung, oder eben auch nicht.
Kurze Zeit später habe ich das Bloggerportal entdeckt, eine Plattform für alle Blogger der Lese-Community und einigen Verlagen, die Rezensionsexemplare zur Verfügung stellen. Als mein erstes kostenlos zugesendetes Buch im Briefkasten steckte, dass ich im Gegenzug zu einer Rezension bekommen habe, war ich stolz wie Bolle. Auf das erste folgten viele weitere, bis zu dem Zeitpunkt, als mein Bücherregal so voll war, dass ich mir ein neues zulegen musste.
Auch die Leipziger Büchermesse habe ich früh für mich entdeckt. In der Bookstagram-Community wurde viel von „Akkreditierungen“ gesprochen und nachdem ich erst einmal gegoogelt habe, was das denn ist, musste ich natürlich auch ausprobieren als Pressemitglied auf die Messe zu kommen. Gesagt, getan. Nachdem ich einige Formulare online ausgefüllt habe, war ich super gespannt ob es klappen würde, aber ehrlich gesagt hatte ich nicht sehr große Erwartungen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als vier Wochen später mein Presseausweis per Post kam. Ich bin wie ein Honigkuchen Pferd durch die Welt gelaufen und bin alle zwei Meter vor Freude in die Luft gehüpft.

Die Zeit verging und ich zog mein Ding durch, dann trudelte eine Mail bei mir ein. Eine Agentur war auf meinen Content aufmerksam geworden und bot mir einige Kooperationen an. Ich konnte es kaum fassen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht eine Gegenleistung für meine Artikel bekommen und nun sollte ich Geld für Werbung bekommen. Diese Idee wollte gar nicht in meinen Kopf gehen, so unglaublich war das für mich. Das war der Moment, in dem ich das erste mal das Gefühl hatte, das dieses Projekt einen größeren Mehrwert, als der Spaß und die Freude die ich daran hatte, brachte – Ich hab mein erstes eigenes Geld verdient.

Die Jahre vergingen, ich schrieb regelmäßig, auch wenn es ab und zu mal eine kleine Schreibkrise ohne Motivation, Inspiration oder Ideen gab, habe ich nicht aufgehört – Bis Ende letzten Jahres, als ich kurz davor war alles über den Haufen zu werfen. Ich konnte mich weder mit meinem Content mehr identifizieren noch mit dem Namen „lifestyle, books & more“. Weitermachen wollte ich so auf keine Fall mehr, also stand ich vor der Entscheidung das Bloggen entweder voll und ganz aufzugeben oder mit einem Tapetenwechsel ganz von vorne zu starten. Um aufzuhören habe ich mich schon viel zu sehr an das regelmäßige Teilen meiner Gedanken gewöhnt, das Bloggen war ein viel zu grösser Teil meines Lebens geworden, als das ich es einfach so hätte aufgeben können. Also war diese Entscheidung keine schwere. Ich habe eine kleine Pause eingelegt und an einem neuen Konzept, meiner neuen Seite, gefeilt. Im Januar war es dann endlich so weit, „Curious Reflections“ war geboren und somit habe ich mir meine zweite kleine Plattform für alles, was mich interessiert und bewegt, geschaffen.

Mit dem Bloggen habe ich etwas gefunden, was mich voll und ganz erfüllt und etwas, das mir im laufe der Jahre schon so viel Spaß bereitet hat, dass es schon ein Teil von meiner Identität geworden ist: Ich achte viel mehr auf die kleinen Momente im Leben, um sie anschließend zu teilen, habe verstanden meine eigenen Gedanken zu lesen und bin an Aufgaben gewachsen, an die ich mich davor vielleicht noch nicht einmal getraut hätte. Ich bereue es mit keinem Stück, meine Eltern vor vier Jahren so lange bearbeitet zu haben, denn ansonsten wäre dieser Ort der Kreativität niemals zustande gekommen.

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